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VLW Umschau 3|2016

Wie ist das Verfahren für den Erhalt des Zuschusses? Grundsätzlich sollte der Zuschuss vor Beginn der Umbaumaßnahme bei der zuständigen Pflegekasse beantragt werden. Die Pflegekas- sen benötigen hierbei mindestens ein Kosten- angebot und für eine Anpassungsmaßnahme in einer Mietwohnung die schriftliche Genehmi- gung des Vermieters. Eine ärztliche Verordnung ist nicht erforderlich, aber üblicherweise wird der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Überprüfung der Notwendigkeit der Maßnah- me beauftragt. Für was genau wird dieser Zuschuss ge- zahlt, und gibt es etwas zu beachten? Der Zuschuss der Pflegeversicherung wird für bauliche Maßnahmen gewährt, die mit einem wesentlichen Eingriff in die Bausubstanz ver- bunden sind, wie etwa Türverbreiterungen, Badumbau oder fest installierte Rampen und Treppenlifte.Auch der Ein- und Umbau von Mo- biliar, Mehrkosten für Barrierefreiheit bei der Erstellung neuen Wohnraumes und vorberei- tende Beratungskosten in Zusammenhang mit einer Maßnahme werden bezuschusst. Wie be- reits in der Frage zuvor beantwortet, gilt es zu beachten, dass eine schriftliche Genehmigung des Vermieters zum geplanten Umbau vorliegt. Von mündlichen Absprachen rate ich jedoch ab. Zudem empfehle ich auch zumeist sich um min- destens zwei Kostenvoranschläge zu bemühen, um Preise zu vergleichen und etwaige Diffe- renzbeträge zu den gewährenden 4.000 Euro für Folgemaßnahmen in der Wohnung zur Ver- fügung zu haben. Die Anträge an die Pflegekasse sind vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Es ist auch ratsam auf die Bewilligung zu warten, oder sich im Zweifelsfall bzw. bei dringendem Handlungsbe- darf einen vorfristigen Baubeginn bei der Pfle- gekasse einzuholen. Hinweisen möchte ich auch darauf, dass nach dem Umbau entstehende Reparaturkosten vom Zuschuss nicht beglichen werden können. Gibt es weitere Zuschüsse oder Finanzie- rungen für Wohnungsanpassungen? Für die Finanzierung von Wohnungsanpas- sungsmaßnahmen können neben dem Zu- schuss der Pflegeversicherung noch weitere Mittel in Anspruch genommen werden. Die je- weiligen Vorrausetzungen können sich sehr unterschiedlich darstellen. Grundsätzlich muss immer im Einzelfall geprüft werden, welche Kostenträger in Frage kommen und welche Kombinationen untereinander möglich sind. Die Beratungsstelle informiert dazu gern. 7 GUTE UNTERHALTUNG | GUTE NACHBARN | GUTE ZEIT | GUTES LEBEN Beratungsstelle für Wohnen und Soziales Technisches Rathaus Prager Straße 118 – 136 04317 Leipzig E-Mail: wohnberatung@leipzig.de Telefon: 0341 123 4569 Öffnungszeiten: Dienstag: 9:00 – 12:00 / 13:00 – 18:00 Uhr Donnerstag: 9:00 – 12:00 / 13:00 – 16:00 Uhr oder nach Vereinbarung Musterausstellung der Beratungsstelle Wohnen und Soziales. VLW_umschau_2_2016_160913:Layout 1 15.09.16 10:44 Seite 7 Telefon: 03411234569 VLW_umschau_2_2016_160913:Layout 115.09.1610:44 Seite 7

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